Funk auf der Gitarre

Funk ist Groove: präziser Sechzehntel-Rhythmus, kurze, scharfe Akkorde und Lücken, in denen der Bass atmet. Unten findest du Akkorde, Skala, Techniken und ein Riff zum Anhören, Verlangsamen und Üben.

1960er90–120 BPMSechzehntelDorisch

Was ist Funk

Funk entstand in der zweiten Hälfte der 1960er in den USA, zu einem großen Teil dank James Brown. Er wuchs aus Soul und Rhythm and Blues, stellte aber den Rhythmus über die Melodie – besonders eine starke erste Zählzeit im Takt.

Im Funk ist die Gitarre ein Schlaginstrument. Die Anschlagshand bewegt sich ununterbrochen in Sechzehnteln, nur die nötigen Schläge klingen, der Rest wird abgedämpft. Die Akkorde sind kurz und hoch – Sept- und Nonakkorde –, und einstimmige Riffs greifen mit dem Bass ineinander.

Typische Akkorde

Oft ruht ein ganzer Song auf ein oder zwei Akkorden. Ein typischer Groove ist Em7 und A7: ein Moll-Septakkord und ein Dominantseptakkord eine Quarte höher. Zusammen ergeben sie einen dorischen Klang – Moll mit einer „hellen“ sechsten Stufe.

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Skala fürs Solo

Für Soli passt E-Dorisch gut – Moll mit Cis statt C. Unten siehst du es am Sattel. Das Solo auf dieser Seite wird weiter oben am Hals mit denselben Tönen gespielt.

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Techniken

Sechzehntel

Die Hand bewegt sich ohne Pause ab-auf, vier Bewegungen pro Zählzeit, auch wenn die Saiten nicht klingen. So bleibt der Rhythmus gleichmäßig und die Akzente sitzen genau.

Gedämpfte Schläge

Die Greifhand lässt den Akkord leicht los, und der Schlag klingt wie ein Klick ohne Tonhöhe. Diese Schläge zwischen den Akkorden erzeugen den kratzigen Funk-Rhythmus.

A7 über e-Moll

A7 enthält Cis – genau den Ton, der Dorisch vom normalen Moll unterscheidet. Tippe auf A7 und vergleiche seinen Klang mit Em7.

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Riff im Stil des Genres

Im ersten Takt eine Sechzehntel-Linie auf der sechsten und fünften Saite mit Hammer-on und Pull-off, im zweiten kurze Em7- und A7-Akkorde auf den Offbeats. Beginne mit 60–80 % und spiel die Pausen so genau wie die Töne.

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Solo im Funk-Stil

Kurze Sechzehntel-Phrasen mit Hammer-on: dorisch aufwärts bis E und wieder zurück, mit Vibrato am Ende. Der Rhythmus zählt mehr als die Zahl der Töne.

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Das Riff öffnet sich als Entwurf: Ändere Noten, Tempo und Spuren nach Belieben.

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Hörtipps

Hör dir diese Songs an und achte auf das, was jeweils daneben beschrieben ist.

  • James Brown – „Get Up (I Feel Like Being a) Sex Machine“. Kurze, scharfe Sechzehntel-Akkorde und ein Bass, der den Groove hält: Jedes Instrument spielt seine eigene kleine Stimme.
  • Chic – „Le Freak“. Durchgehender Sechzehntel-Anschlag mit gedämpften Schlägen – das Vorbild für Funk-Rhythmusgitarre.
  • Red Hot Chili Peppers – „Give It Away“. Funk Rock: trockene, kurze Riffs und Lücken, in denen man den Bass hört.

Alle Riffs und Soli auf dieser Seite sind eigene Übungen im Stil des Genres, keine Noten fremder Songs.

Häufige Fragen

Wie spielt man den Funk-Anschlag?

Die Anschlagshand bewegt sich ununterbrochen ab-auf in Sechzehnteln, und nur die nötigen Schläge klingen – den Rest dämpft die Greifhand ab. So bleibt der Rhythmus stabil.

Welche Akkorde nutzt man im Funk?

Septakkorde, Moll-Septakkorde und Nonakkorde, oft auf den hohen Saiten. Häufig ruht ein ganzer Song auf ein oder zwei Akkorden.

Braucht man für Funk Verzerrung?

Nein, Funk spielt man meist clean, manchmal mit Kompressor oder Wah-Pedal. Deshalb klingen die Beispiele auf dieser Seite genau wie im Genre.

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