Reggae auf der Gitarre

Reggae ist ein gemächlicher Groove, bei dem die Gitarre kurze Akkorde auf den Offbeats klickt und der Bass die Melodie trägt. Unten findest du Akkorde, Skala, Techniken und ein Riff zum Anhören und Üben.

1960er60–90 BPMSkankOne Drop

Was ist Reggae

Reggae entstand Ende der 1960er auf Jamaika und wuchs aus Ska und Rocksteady. Das Tempo wurde langsamer, der Bass zur wichtigsten melodischen Stimme, und die Gitarre ging in den Rhythmus – kurze Akkorde auf den Offbeats, der sogenannte Skank.

Ein Reggae-Gitarrist spielt wenig und präzise: kleine Dreiklänge auf den hohen Saiten, sofort abgedämpft. Die Eins bleibt leer – sie gehört Bass und Schlagzeug. Soli sind selten; die Melodie spielt man eher in Oktaven oder zusammen mit dem Bass.

Typische Akkorde

Oft ruht der ganze Groove auf zwei Akkorden. Am - D ergibt einen dorischen Klang: Moll mit einem Dur-Akkord auf der vierten Stufe. Spiel beide Akkorde als kleine Dreiklänge auf den drei hohen Saiten.

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Skala fürs Solo

Für Melodien reicht die A-Moll-Pentatonik. Unten siehst du sie ab dem 5. Bund – in derselben Lage erklingt die Melodie auf dieser Seite.

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Techniken

Skank

Ein kurzer Akkord auf zwei und vier, sofort mit der Greifhand abgedämpft, direkt gefolgt von einer toten Wiederholung ohne Tonhöhe. Eins und drei bleiben leer – das gibt dem Reggae sein Wiegen.

One Drop

Ein Schlagzeugmuster, bei dem Bassdrum und ein Randschlag zusammen auf die Drei fallen und die Eins leer bleibt. Hör dir das Riff unten an – der „Drop“ auf drei ist gut zu hören.

D-Dur in Moll

Der D-Akkord enthält Fis – den Ton, der normales Moll in Dorisch verwandelt. Tippe auf D, dann auf Am: Dieser Wechsel steckt in Tausenden Reggae-Songs.

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Riff im Stil des Genres

Ein kleiner Dreiklang im 5. Bund – kurz auf zwei und vier, gefolgt von einer toten Wiederholung. Währenddessen singt der Bass seine eigene Melodie. Spiel entspannt und hetz nicht: Reggae-Tempi sind langsam.

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Melodie im Reggae-Stil

Eine ruhige Melodie im 5. Bund: E, G, A, C und wieder G, dann über D Fis, E und D mit Vibrato. Lass Raum – im Reggae zählen die Pausen.

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Das Riff öffnet sich als Entwurf: Ändere Noten, Tempo und Spuren nach Belieben.

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Hörtipps

Hör dir diese Songs an und achte auf das, was jeweils daneben beschrieben ist.

  • Bob Marley & The Wailers – „Stir It Up“. Die Gitarre spielt kurze Akkorde auf den Offbeats, während Bass und Stimme die Melodie tragen – die klassische Rollenverteilung im Reggae.
  • Toots and the Maytals – „Pressure Drop“. Ein früher, schneller und fröhlicher Sound: Gitarre und Orgel skanken auf den Offbeats unter einem energischen Gesang.
  • Jimmy Cliff – „The Harder They Come“. Einer der Songs, die Reggae über Jamaika hinaus bekannt machten: einfacher Rhythmus, helle Melodie und ein knackiger Skank.

Alle Riffs und Soli auf dieser Seite sind eigene Übungen im Stil des Genres, keine Noten fremder Songs.

Häufige Fragen

Was ist der Skank im Reggae?

Ein kurzer Akkord auf den Offbeats des Takts, der sofort abgedämpft wird. Er ist die wichtigste Technik der Rhythmusgitarre in Reggae und Ska.

Was ist One Drop?

Ein Schlagzeugrhythmus, bei dem die Eins leer bleibt und Bassdrum und Randschlag zusammen auf die Drei fallen. Dadurch wirkt die Musik langsam und wiegend.

Welche Akkorde nutzt man im Reggae?

Normale Dur- und Moll-Akkorde, aber als kleine Dreiklänge auf den hohen Saiten gespielt. Oft ruht ein ganzer Song auf zwei oder drei Akkorden.

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