Stoner Rock auf der Gitarre

Stoner Rock heißt laute, groovende Riffs, dicker Fuzz und ein Groove, bei dem man nicht stillstehen kann. Unten findest du Akkorde, Skala, Techniken, ein Riff und ein Solo zum Anhören und Verlangsamen.

1990er100–150 BPME5–G5–A5Fuzz

Was ist Stoner Rock

Stoner Rock entstand Anfang der 1990er in der kalifornischen Wüste, daher auch der Name Desert Rock. Kyuss nahmen die Schwere und den Blues der frühen Black Sabbath und fügten Punk-Drive hinzu, später machten Queens of the Stone Age das Genre eingängig und tanzbar.

Alles ruht auf dem Riff: Das leere E brummt wie ein Motor, dazwischen klingen kurze Phrasen und Powerchords, und die Phrase wiederholt sich, bis sie im Kopf bleibt. Der Bass spielt das Riff mit, Soli sind kurz mit weiten Bendings. Der Sound ist dick, laut und warm.

Typische Akkorde

E5, G5, A5, C5 (i, ♭III, IV, ♭VI) sind Powerchords auf den tiefen Saiten. Dazwischen brummt das leere E, und am Ende der Schleife führt ein chromatischer Gang Fis, F zurück zum E. Das klingt schwer, aber mit Schwung.

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Skala fürs Solo

Für Riffs und Soli passt die E-Blues-Skala: Moll-Pentatonik plus die „Blue Note“ B. Im Riff liegt sie im 6. Bund der sechsten Saite, im Solo gibt es große Bendings in der 12. Lage.

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Techniken

Riff auf leerem E

Die leere sechste Saite wird mit dem Handballen gedämpft und brummt zwischen den Tönen, darüber kurze Phrasen: G, A, die Blue Note B. Dieser Orgelpunkt gibt Stoner Rock seinen Motor-Drive. Hör dir das Riff unten an.

Große Bendings

Ein Ganzton-Bending mit Vibrato oben. Im Stoner Rock sind Bendings weit und singend. Tippe auf das Beispiel, um das Bending zu hören.

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Groovender Schub

Die Powerchords fallen synkopiert 3+3+2: Schlag, Schlag, kurzer Schlag. Schlagzeug und Bass spielen mit der Gitarre, und das Riff fängt an zu grooven. Halte die gedämpften Töne gleichmäßig wie ein Metronom.

Stoner-Rock-Riff

Der erste Takt liegt auf leerem E mit gedämpften Tönen und der Blue Note B, dann Synkopen mit den Powerchords G5, A5 und C5, kurze Phrasen und ein chromatischer Gang zurück zum E. Der Bass spielt das Riff unisono. Spiel laut und gleichmäßig.

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Die Beispiele klingen clean. Auf Aufnahmen des Genres ist die Gitarre meist verzerrt – füge Verzerrung an deinem Verstärker oder Pedal hinzu.

Solo im Stoner-Rock-Stil

In der 12. Lage: ein Bending von D nach E, schnelle Pentatonik-Phrasen, ein wiederholtes Heulen zwischen erster und zweiter Saite und am Ende mehrere wiederholte Bendings. Fang langsam an und steigere dann das Tempo.

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Bassstimme

Der Bass spielt dasselbe Riff wie die Gitarre, nur tiefer: E mit der Blue Note B, Synkopen auf G, A und C und ein chromatischer Gang hinunter zum E. Im Stoner Rock klingen Bass und Gitarre wie ein riesiges Instrument.

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Die Gitarre spielt leise die Akkorde des Genres: Schalte sie mit "Gitarre" aus, um den Bass allein zu hören. Bass-Übungen im Trainer →

Das Riff öffnet sich als Entwurf: Ändere Noten, Tempo und Spuren nach Belieben.

In Riffonic öffnen

Hörtipps

Hör dir diese Songs an und achte auf das, was jeweils daneben beschrieben ist.

  • Kyuss – „Green Machine“. Dicker Fuzz, ein schnelles Riff auf den tiefen Saiten und Drive aus dem Punk.
  • Queens of the Stone Age – „No One Knows“. Ein eingängiges Riff, das sich wiederholt und reinzieht, und ein trockener, straffer Gitarrensound.
  • Fu Manchu – „King of the Road“. Ein gerades, groovendes Riff und riesiger Fuzz: Stoner Rock als Musik für die Straße.

Alle Riffs und Soli auf dieser Seite sind eigene Übungen im Stil des Genres, keine Noten fremder Songs.

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich Stoner Rock von Metal?

Stoner Rock ist näher an Blues und Classic Rock: Groove, Fuzz und wiederholte Riffs statt Tempo und Technik. Der Sound ist wärmer und vintage, die Soli kürzer und melodischer.

Welche Stimmung nutzt man im Stoner Rock?

Oft eine tiefere: D, C oder noch tiefer. Tiefe Saiten klingen schwerer. Das Beispiel auf dieser Seite ist in Standardstimmung, damit du es sofort spielen kannst.

Welche Verzerrung braucht man?

Fuzz: dick, „haarig“, mit viel Bass. Ein fast voll aufgedrehter Overdrive geht auch. Wichtig ist ein lauter, dichter Sound.

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