Hard Rock auf der Gitarre
Hard Rock baut auf dem Riff auf: einer kurzen, markanten Phrase, die die Gitarre den ganzen Song über wiederholt. Unten findest du Akkorde, Skala, Techniken und ein Riff zum Anhören, Verlangsamen und Üben.
1960er90–150 BPMRiffsPentatonik
Was ist Hard Rock
Hard Rock wuchs Ende der 1960er aus Blues und Rock ’n’ Roll. Laute Verstärker, Verzerrung, kräftiges Schlagzeug und ein Riff im Zentrum des Songs. Aus ihm gingen später Heavy Metal und viele andere Stile hervor.
Ein Hard-Rock-Gitarrist spielt Riffs aus Powerchords, oft gemischt mit leeren Basssaiten, und lange Soli in der Moll-Pentatonik. Die wichtigsten Farben im Solo sind Bendings, breites Vibrato und schnelles Legato.
Typische Akkorde
Eine typische Folge ist A5, G5, D5, A5: die Stufen I, ♭VII und IV. Der Akkord einen Ganzton unter dem Grundton (♭VII) sorgt für den klassischen Rock-Sound. Alles Powerchords, die sich leicht über den Hals verschieben lassen.
Skala fürs Solo
Grundlage fürs Solo ist die A-Moll-Pentatonik. Unten siehst du sie ab dem 5. Bund, in derselben Lage wie das Solo auf dieser Seite.
Techniken
Riff mit Leersaite
Die leere fünfte Saite (A) klingt zwischen den Akkorden als Anker, die Powerchords bewegen sich um sie herum. Ein kurzer, gedämpfter Schlag auf die Leersaite macht das Riff federnd. Hör dir das Riff unten an.
Bending
Ein Ganzton-Bending auf der zweiten Saite: aus G wird A. Im Hard Rock hält man das Bending oft lange mit Vibrato oben. Tippe auf das Beispiel, um es zu hören.
Legato
Hammer-on und Pull-off: Der Ton entsteht durch die Greifhand ohne Plektrumschlag, so fließen schnelle Phrasen. Das Solo unten hat ein Pull-off auf der dritten Saite, das Riff ein Hammer-on.
Riff im Stil des Genres
A5, ein gedämpfter Schlag auf die leere A-Saite, G5, D5 und wieder A5. Im zweiten Takt führt ein kurzer Pentatonik-Lauf mit Hammer-on zurück zu A5. Spiel selbstbewusst und halte die Achtel gleichmäßig.
Die Beispiele klingen clean. Auf Aufnahmen des Genres ist die Gitarre meist verzerrt – füge Verzerrung an deinem Verstärker oder Pedal hinzu.
Solo im Hard-Rock-Stil
Ein Bending auf der zweiten Saite, ein schneller Pentatonik-Abstieg mit Pull-off, ein weiteres Bending und ein langes A mit breitem Vibrato. Hetz das Vibrato nicht: Lass den Ton singen.
Das Riff öffnet sich als Entwurf: Ändere Noten, Tempo und Spuren nach Belieben.
In Riffonic öffnenHörtipps
Hör dir diese Songs an und achte auf das, was jeweils daneben beschrieben ist.
- Led Zeppelin – „Whole Lotta Love“. Ein Riff aus Leersaiten und Powerchords, das man ab den ersten Tönen erkennt: einfache Töne, sehr dichter Klang.
- Deep Purple – „Smoke on the Water“. Ein Riff aus Doublestops: zwei Saiten gleichzeitig in derselben Form. Eines der bekanntesten Riffs für Einsteiger.
- AC/DC – „Back in Black“. Ein Riff mit Pausen und offenen Akkorden: Die Kraft liegt hier in der Stille zwischen den Schlägen.
Alle Riffs und Soli auf dieser Seite sind eigene Übungen im Stil des Genres, keine Noten fremder Songs.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich Hard Rock von Metal?
Hard Rock ist näher am Blues: Die Riffs grooven, die Soli nutzen die Pentatonik mit Bendings. Metal ist schwerer und schneller und nutzt öfter gedämpfte Riffs auf den tiefen Saiten und natürliches Moll.
Welche Akkorde braucht man für Hard Rock?
Powerchords: A5, D5, E5, G5, C5 und ihre Lagen am Hals. Manchmal kommen offene Akkorde wie A und D dazu; mit Verzerrung klingen sie gewaltig.
Wie lerne ich Hard-Rock-Soli?
Lerne die Moll-Pentatonik in der 5. Lage, dann Ganzton-Bendings und Vibrato. Kurze Phrasen aus 4-6 Tönen mit einem Bending am Ende klingen schon nach Hard Rock.