Ska auf der Gitarre

Ska erkennt man im ersten Takt: Die Gitarre schlägt einen kurzen Akkord zwischen den Zählzeiten, der Bass läuft in Vierteln, alles ist schnell und fröhlich. Unten findest du Akkorde, Skala, Techniken und eine Begleitung zum Anhören und Verlangsamen.

1950er130–180 BPMC–Am–F–GOffbeat

Was ist Ska

Ska entstand Ende der 1950er in Jamaika, noch vor dem Reggae. Die Musiker nahmen amerikanischen Rhythm and Blues und verlegten den Akzent auf die Offbeats. Später kam der Stil Ende der 70er in England zurück (2 Tone) und in den 90ern noch einmal als Punk-Variante.

Die Gitarre spielt im Ska kaum Soli: Ihre Aufgabe ist der Offbeat. Ein kurzer Akkord im Aufschlag auf jedes "und", eine Pause, wieder ein Akkord. Die Melodie spielen meist die Bläser, die Gitarre übernimmt sie manchmal in den Pausen.

Typische Akkorde

C, Am, F, G (I, vi, IV, V) kam aus den Tanzliedern der 50er in den Ska. In der Begleitung spielt man die Akkorde als kleine Dreiklänge auf den drei hohen Saiten: Der Schlag wird kürzer und heller und kommt dem Bass nicht in die Quere.

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Skala fürs Solo

Für Ska-Melodien passt die normale Dur-Tonleiter, hier C-Dur. Die Melodie auf dieser Seite wird am Sattel in kurzen Tönen gespielt, wie eine Bläserstimme.

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Techniken

Der Schlag auf den Offbeat

Zähl "eins-und-zwei-und" und schlag nur auf "und". Der Schlag geht nach oben; auf der Zählzeit fällt die Hand einfach an den Saiten vorbei nach unten. Hör dir die Begleitung an: Das Schlagzeug hält den Beat, die Gitarre liegt immer dazwischen.

Der kurze Akkord

Lass direkt nach dem Schlag den Druck der Greifhand etwas nach: Die Saiten bleiben unter den Fingern, klingen aber nicht mehr. So entsteht ein trockener "Chop". Klingt der Akkord weiter, wird aus Ska gewöhnlicher Pop.

Dreiklänge auf drei Saiten

Ein voller F-Griff auf sechs Saiten ist für Ska zu schwer. Nimm nur die drei hohen Saiten: Für F sind das C, F und A um den 5. Bund. Tippe auf F, um ihn mit dem vollen Griff zu vergleichen.

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Begleitung im Ska-Stil

Vier Takte, ein Akkord pro Takt. Die Gitarre schlägt auf jedes "und" einen Dreiklang und dämpft ihn sofort ab, der Bass läuft über die Akkordtöne. Fang mit 60% an: Im Ska zählt der Rhythmus mehr als das Tempo.

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Melodie im Ska-Stil

Eine Melodie wie eine Trompetenstimme: kurze Töne in Paaren und ein langer Ton am Ende jeder Phrase. Spiel die ersten beiden Töne jedes Paars abgesetzt und halte die langen Töne bis zum Ende.

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Das Riff öffnet sich als Entwurf: Ändere Noten, Tempo und Spuren nach Belieben.

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Hörtipps

Hör dir diese Songs an und achte auf das, was jeweils daneben beschrieben ist.

  • The Skatalites – „Guns of Navarone“. Klassischer jamaikanischer Ska: Gitarre und Klavier schlagen gemeinsam auf den Offbeat, der Bass läuft in Vierteln.
  • The Specials – „A Message to You Rudy“. Englischer 2-Tone-Ska: langsameres Tempo, die Gitarre hält den Offbeat, die Bläser spielen die Melodie.
  • No Doubt – „Spiderwebs“. Ska aus den 90ern: In der Strophe spielt die Gitarre Offbeat-Aufschläge, im Refrain wechselt sie zu vollem Rock.

Alle Riffs und Soli auf dieser Seite sind eigene Übungen im Stil des Genres, keine Noten fremder Songs.

Häufige Fragen

Was unterscheidet Ska von Reggae?

Ska ist schneller und schlägt auf jedes "und", der Bass läuft in Vierteln. Reggae ist langsamer, die Gitarre spielt auf Zählzeit zwei und vier, der Bass ist freier. Reggae ist aus Ska entstanden.

Auf- oder Abschlag im Ska?

Meist Aufschlag: Die Hand fällt auf der Zählzeit an den Saiten vorbei und trifft sie auf dem Rückweg. Manche spielen Abschläge; wichtig ist ein kurzer Schlag genau auf dem "und".

Welches Tempo hat Ska?

Meist 130 bis 180 Schläge pro Minute. Fang langsamer an, bei etwa 100, und achte auf gleichmäßige, kurze Schläge.

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